
ÜBER MICH

Moritz Messenböck wurde im Jahr 2000 in Wien mit einer Fibula Aplasie geboren, einer seltenen Fehlbildung, bei der das rechte Wadenbein (Fibula) nicht ausgebildet ist. Krücken, Schmerzmittel und regelmäßige Operationen begleiten ihn seit frühester Kindheit.
Dieser dauerhafte physische Zustand bildet einen wesentlichen Ausgangspunkt seines künstlerischen Denkens und prägt die thematische und formale Ausrichtung seiner Arbeit bis heute.

Bei meinen Arbeiten, welche sich vorrangig als Leinwände, aber auch als begleitende malerische Bucharbeiten präsentieren, geht es nicht um eine konkrete Botschaft. Sie sind sichtbar gewordene Selbstgespräche, Reflexionen und Gedanken, und sollen die Betrachtenden innehalten lassen. Ich möchte die Komplexität und Vielschichtigkeit unserer Existenz, wie auch das Lebensgefühl einer Generation in den Fokus rücken.
Meine Werke sind Ausdruck dafür, sich selbst zu konfrontieren, sich nicht vom Rausch und Trubel des Alltags von den wichtigen Fragen des Lebens abhalten zu lassen. Die manchmal schmerzhafte Wahrheit in den Blick zu nehmen und sich nicht in bequeme Ausreden oder einfache Alternativen zu flüchten. Sie möchten eine Einladung sein, sich mit seinem Inneren auseindanderzusetzen, in der Realität anzukommen sowie sich in ihr zu verlieren, sich auf ein Gespräch mit mir, dem Werk und sich selbst einzulassen.
Seine gestalterische Praxis entwickelte sich bereits während der Schulzeit, als er mit seiner eigenen Siebdruckpresse arbeitete und Textilien durch Druck und malerische Bearbeitung experimentell weiterentwickelte. Dieser frühe Fokus auf Materialität, Prozesshaftigkeit und Bildwerdung führte ihn nach der Matura zunächst an die Modeschule HLMW9.
Von 2020 bis 2023 studierte er Malerei an der Kunstschule Wien, wo er sein Studium mit dem Diplom abschloss. Zwischen 2019 und 2023 arbeitete Moritz Messenböck zudem in einem vertraglichen Verhältnis mit der Aurora Art Gallery zusammen, wodurch er früh Einblicke in professionelle Abläufe und
Ausstellungsstrukturen erhielt.
